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Waldorfpädagogik

Die Waldorfpädagogik geht zurück auf Rudolf Steiner, der von 1861 bis 1925 lebte. Eine Grundannahme seiner Sichtweise ist, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt nur ein Teil der Wirklichkeit ist. Steiner griff die Idee auf, dass der ganze Kosmos durchzogen ist von sinnlich nicht wahrnehmbaren Gegebenheiten, die aber dennoch unsere sinnliche Welt und damit auch uns Menschen prägen und maßgeblich betreffen. Steiner beschrieb Gesetzmäßigkeiten dieser sinnlich nicht wahrnehmbaren Zusammenhänge. Diesen Ansatz, die Welt über das sinnlich Wahrnehmbare hinaus zu verstehen und zu ordnen, verfolgte Steiner auf der Basis eines nicht konfessionell gebundenen, christlichen Glaubens, der so offen ist, dass inzwischen auch Menschen anderer Religionszugehörigkeit ihre Verbundenheit zur Anthroposophie entdeckt haben und sich darin wieder finden, wie bspw. der islamische Dr. Ibrahim Abouleish, der für sein Engagement in der ägyptischen Wüste 2003 den alternativen Nobelpreis erhielt.

Die Anthroposophie diente Steiner als Ausgangspunkt, vielen Bereichen des menschlichen Lebens neue Impulse zu geben. Beispielhaft hierfür stehen neben der Waldorfpädagogik auch der biologisch-dynamische Ackerbau, neue Entwicklungen in der Pharmazie, die anthroposophische Medizin oder neue Wege in wirtschaftlichen Bereichen.